Wurzelbehandlung: 3 Druck und digitale Kunst

Erste grenzübergreifende LJKE – Fortbildung im Depot Pilsen

Während in der realen Welt der Crossover Lauf der Stadt Pilsen stattfand, vertieften sich die Teilnehmenden der ersten grenzübergreifenden Fortbildung der LJKE Reihe „Wurzelbehandlung“ vom 27. bis 28. April 2018 im Kulturzentrum Depot 2015 in die virtuelle Welt ihrer 3D-Programme .

Bereits am Freitagabend begannen Vít und Matěj , die beiden tschechischen Workshopleiter, in der Workshopsprache Englisch ihre Einführung in die Grundlagen des 3D Drucks und bereiteten erste einfache Übung für die Teilnehmenden vor. Am Samstag stand das Entwerfen eigener Gestaltungen mit den Programmen „Thinkercad“ and „OnShape“ auf der Tagesordnung. Dabei entstanden auf den Rechnern vielfältige Objekten zwischen Architektur und Comic, Geometrie, Ornament und freier Form. An der Schnittstelle zwischen dem Entwurfsprogramm und den Tools des 3D Druckers gab es die eine oder andere Überraschung, als überdimensionale Druckzeiten manche fantastische Konstruktion zurück auf den Boden der Tatsachen holten und Überarbeitungen der Druckvorlagen nötig machten. Spannend waren für alle die technischen Details des Druckprozesses.

Um einige Erfahrungen reicher und mit teils quadratischen Augen erholte sich die Gruppe abends stets beim frisch gezapften Pils – in seiner Heimatstadt natürlich eine besondere Spezialität. Eine Führung durch die Arbeitsräume der auf Medienarbeit, Comic und Trickfilm spezialisierten Kunstschule Animanié in der „Moving Station“, einem zum Kulturzentrum umgestalteten ehemaligen Bahnhof, ein abendlicher Künstlerstammtisch, und die Besichtigung eines der von Adolf Loos gestalten Pilsener Wohnhäuser gehörten zum erweiterten Rahmenprogramm der Fortbildungstage in der ehemaligen tschechischen Kulturhauptstadt . Die lebendige Atmosphäre im Depot 2015 schuf eine anregende Kulisse für die digitalen Expeditionen ins Reich des 3 D Drucks und machte die Wurzelbehandlung im nahen Tschechien zur kreativen Vitalkur mit Urlaubscharakter.

Herzlichen Dank an Irene Fritz für die tolle Organisation der Fortbildung!